Monatsarchiv für Juli 2011

Parken in Berlin

Samstag, den 9. Juli 2011

Wer heute flexibel sein möchte, kommt nicht nur in ländlichen Gebieten kaum mehr ohne ein Auto aus. Auch in Großstädten wie Berlin benötigen viele Haushalte aus verschiedensten Gründen ein eigenes KFZ. Doch wie zeigt sich hier die Sachlage im Bezug auf die aktuelle Parkplatzsituation? Wo kann man den fahrbaren Untersatz abstellen, wenn er gerade nicht benötigt wird?

Berliner Parkplatzsituation

Besonders die Nachfrage nach Parkplätzen in verschiedenen innerstädtischen Straßen Berlins übersteigt bei Weitem das vorhandene Angebot. Daher wurde in Berlin wie auch in vielen anderen deutschen und europäischen Großstädten die sogenannte Parkraumbewirtschaftung eingeführt. Diese soll durch eine Gebührenpflicht für öffentliche Parkplätze dazu beitragen, dass Pendler, die morgens zur Arbeit in die Innenstadt kommen, verstärkt auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und so mehr Parkplätze von Anwohnern genutzt werden können.

Erfolge der Parkraumbewirtschaftung

Während die mittlere Stellplatzauslastung in diversen Straßen innerhalb Berlins vor der Einführung der Parkraumbewirtschaftung bei über 110 % lag, konnte diese in den gleichen Gebieten teilweise auf 90 % gesenkt werden. Dadurch konnte auch der Verkehr deutlich reduziert werden, der entsteht, da viele Autofahrer etliche Male auf der Suche nach einem freien Stellplatz um den Block fahren müssen, ehe sie fündig werden. Damit Anwohner von den Gebühren für öffentliche Parkplätze nicht über die Maßen belastet werden, können sie als Anwohner für jedes Kraftfahrzeug eine Vignette für die entsprechende Parkzone beantragen. Diese kostet zwischen 20 und 40 Euro und wird für maximal 2 Jahre ausgestellt. Generell betrifft die Parkraumbewirtschaftung 36 Parkzonen mit rund 86000 Stellplätzen.

Zahlen und Fakten

Wer genau wissen möchte, wo sich ein Parkhaus befindet, wird unter http://www.berlinonline.de/themen/auto-und-motor/adressen-und-service/893408-608336-4a6d6ffb.html fündig. Dort ist auch die Kapazität des entsprechenden Parkhauses vermerkt. Insgesamt befinden sich in der Hauptstadt mittlerweile zusätzlich 219 Carsharing-Stationen mit einer steigenden Tendenz. In Berlin ist es zudem möglich, seine Parkgebühren mit dem Handy zu bezahlen. Um diese Option zu wählen, muss man sich jedoch vorab bei einem der entsprechenden Anbieter registriert haben.

Risiko Autodiebstahl

Besonders in Berlin ist es aufgrund seiner führenden Position in puncto KFZ-Diebstahl ratsam, das Auto möglichst auf überwachten Parkplätzen und in entsprechenden Parkhäusern abzustellen, falls einem keine eigene Garage zur Verfügung steht. Allein im Jahr 2010 wurde in Berlin ein Zuwachs von rund 40 % an Autodiebstählen verzeichnet. Aus diesem Grund raten Versicherungsgesellschaften und die Polizei Autobesitzern, ihr KFZ in einer Garage abzustellen, sofern dies möglich ist. Natürlich ist es sehr schwierig gerade in einer Großstadt wie Berlin einen Garagenstellplatz zu ergattern, jedoch kann man sich im Internet über günstige Angebote informieren und mit ein bisschen Glück auch einen zu bekommen. Wer vor der Entscheidung steht, ob er ein Carport oder eine Garage bauen möchte, sollte bedenken, dass Carports zwar entsprechend günstiger sind. Dennoch bieten sie nur einen geringen Schutz vor Diebstahl. Auch die in Fahrzeuge bereits integrierten Maßnahmen wie Alarmanlage oder Wegfahrsperre bieten längst keinen zuverlässigen Schutz mehr, da sie mit Hilfe von moderner Technik innerhalb weniger Minuten außer Kraft gesetzt werden können. Am häufigsten von Diebstählen betroffen ist der Bezirk Charlottenburg, dem der Bezirk Spandau mit den wenigsten Diebstählen gegenübersteht.

Brandanschläge auf Autos

Ein weiteres Problem, mit dem die Hauptstadt Berlin tagtäglich zu kämpfen hat, sind die zahlreichen Brandanschläge auf Autos. Die Zahl konnte laut Kriminalstatistik des Jahres 2010 gegenüber dem Vorjahr zwar gesenkt werden, dennoch gehören Brandanschläge auf Fahrzeuge beinahe zur Tagesordnung.

Fazit

Die Gefahr der Beschädigung und des Diebstahls von Kraftfahrzeugen liegt in Berlin weitaus höher, als in anderen Städten. Wer jedoch keine Garage zur Verfügung hat, ist gezwungen, sein Auto auf öffentlichen Parkplätzen oder in Parkhäusern abzustellen. Die Möglichkeit eine Garage zu mieten ist mit hohen Kosten verbunden, die je nach Größe und Bezirk auch weit über 100 Euro im Monat liegen können.

Versicherungen in der Wohngemeinschaft

Freitag, den 8. Juli 2011

Wohngemeinschaften werden beleibe nicht nur von Studenten und anderen jungen Leuten gebildet, auch Senioren tun sich häufig auf diese Weise zusammen, weil diese Form des Wohnens einige Vorteile verspricht. Die Frage ist, wer was bezahlt, wenn Wasserschäden entstehen, ein Brand das Eigentum vernichtet oder die Wohnung von einem Einbruch heimgesucht wird. Um die Versicherungspolicen der WG-Mitglieder richtig zu gestalten, sind die genauen Mietverhältnisse zu beachten.

Was ist zu versichern?

Abseits von herkömmlichen Vorstellungen über arme WG-Bewohner sind in vielen WGs kostspielige Anschaffungen zu finden, darunter Musik- und PC-Anlagen, teure Fahrräder, Haushaltsgeräte und CD-Sammlungen. Das Thema Hausratversicherung muss also unter den WG-Bewohnern besprochen werden. Sie sind durch diese Versicherung vor den finanziellen Schäden durch Diebstahl, Einbruch, Feuer, Leitungswasser, Explosion, Brand, Blitzschlag, Hagel oder Vandalismus geschützt. Einige Risiken, die von Personen ausgehen, wie Diebstahl oder Vandalismus sind in WGs besonders erhöht, denn hier gehen viele Besucher ein und aus, die nur ein WG-Bewohner kennt, die anderen nicht. Jede Hausratversicherung umfasst alle im Haushalt befindlichen Gegenstände, unabhängig davon, ob sie Eigentum des Versicherungsnehmers sind oder nicht. Das Eigentum von Untervermietern ist jedoch hiervon ausgeschlossen. Folglich spielt der Mieterstatus des WG-Bewohners die entscheidende Rolle. Wenn nur ein WG-Bewohner den Mietvertrag als Hauptmieter abgeschlossen hat, die anderen jedoch als Untervermieter im Vertrag stehen, benötigt jeder von ihnen eine eigene Versicherungspolice für sein Zimmer. In jede dieser Policen müssen jedoch auch die gemeinschaftlich genutzten Gegenstände aufgenommen werden, die dem jeweiligen Untervermieter gehören, aber im Gemeinschaftsraum untergebracht sind, also ein mitgebrachter Kühlschrank oder die Waschmaschine. Im Schadensfall ist bei so einer Police leicht zu klären, welche Versicherung aufkommt.
Wenn hingegen alle WG-Bewohner gleichberechtigte Mieter sind, können sie eine gemeinschaftliche Hausratversicherung abschließen. Darüber müssen sie sich einig werden, denn hier wird es bei einem Großschaden darum gehen, wer was ersetzt bekommt. Es wäre also zu klären, wer in welchem Anteil (seiner eigenen Sachen) die Kosten an der Police übernimmt.

Die Versicherung über die eigenen Eltern

Der Versicherungsschutz über die Hausratversicherung der eigenen Eltern ist für ein WG-Mitglied möglich, wenn es während des Studiums die elterliche Wohnung verlassen hat. Die Außenpolice der Versicherung der Eltern sieht das bei genügender Deckungshöhe vor, das ist bei einzelnen Versicherern unterschiedlich geregelt. Meist werden 10 Prozent als Außenversicherung mit abgedeckt, in Einzelfällen auch deutlich mehr, bis zu 30 Prozent oder 15.000,- Euro. Das kann für junge WG-Bewohner völlig ausreichend sein.
Verpflichtend ist eine Hausratversicherung nicht, aber anzuraten. Auch saubere Regelungen zwischen den Bewohnern sind unerlässlich, es könnte sonst zu schweren Auseinandersetzungen kommen. Die Bewohner sollten gemeinsam Angebote vergleichen, hier gibt es nicht nur große Preis-, sondern vor allem Leistungsunterschiede.

Weitere Versicherungen innerhalb der WG

Aufgrund des sozialen Miteinanders, das sich in Wohngemeinschaften ergibt, ist über weitere Versicherungen nachzudenken. Experten empfehlen jedem Bewohner eine private Haftpflichtversicherung. Wenn bei einer Studentenparty jemand unglücklich stürzt oder es, schlimmer noch, durch Streitereien zu Personen- oder Sachschäden kommt, bietet diese sehr wertvollen Schutz. Diese Schäden sind in Wohngemeinschaften ungleich häufiger anzutreffen als innerhalb einer Familie, die gemeinsam wohnt.