17 Hippies aus Berlin

Diese Band hat mich umgehauen, als ich sie auf dem Burg Herzberg Festival im Jahr 2007 live erlebt habe. In Frankreich wird ihre Musik als “Berlin Style” bezeichnet. Teils instrumental, teils auf deutsch (berlinerisch *g*), englisch oder französisch wird vor allem akustisch musiziert, eine wilde Mischung osteuropäischer Melodien und Rhythmen mit französischem Chanson und amerikanischer Folkmusik.

Was die 17 Hippies vor allen Dingen transportieren, ist Lebensfreude – ihre Musik geht einfach in die Beine. Und erinnert mich in ihrer Vehemenz neben Sinti-Musik auch an den Swamp-Rock aus den französischen Sümpfen der USA, letzteres wohl auch aufgrund des Cajun-Französisch aus Louisiana und des akustischen Einschlags. Wobei anzumerken ist, dass die 17 Hippies 1998 durch Louisiana getourt sind und sicherlich Inspirationen von dort mitgebracht haben.

Mittlerweile gibt es die Band seit etwa 14 Jahren und die 17 Hippies schreiben: “Unsere Bandgeschichte und die der einzelnen Mitglieder liest sich fast wie eine Chronik des Berliner Musik-Lebens seit den 80er Jahren.” Aus einer lustigen Truppe von damals 20 Musikern sind nun 13 Profis geworden, die mit Banjo, Ukulele, Kontrabass, Gitarre, Geigen, Cello, Klarinette, Trompete, Posaune und Akkordeon so richtig losrocken – wunderschön gerade im Sommer. Wer sie noch nicht kennt: Gebt sie euch einmal live, zum Beispiel auf dem Lörracher Marktplatz 2008! Manchmal gibt es auch Freikarten für sie. Oder hört in ihre letzte CD “Heimlich” hinein.

Tags: ,

Einen Kommentar schreiben